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Posten 20 – die Fahrt geht weiter

Der Startschuss fiel am 11. September 2016 mit dem interkulturellen Rosenfest. Ein Traum wurde im Zuge „ZukunftsLAND Regionale 2016“ Wirklichkeit: Das Häuschen erstrahlte restauriert und in Rosen gebettet. Der Posten 20 – mit eigener Radiostation und Einbindung in die Geocaching Route auf das elektronische Zeitalter upgedatet – ist ein historisch und künstlerisch wertvolles, in vielen Millionen Jahre Sandsteingeschichte eingebettetes Kleinod und damit auch ein Ziel für Ausflügler. Die Bahnverbindung zwischen Ruhrgebiet und Münsterland wird sowohl für Touristen als auch Berufspendler noch attraktiver und Reken bekannter.

Um bis zur Eröffnung der Klein Rekener Haltestelle in 2018 alles unter Dampf zu halten, wurde die Gruppe „MM Posten 20“ ins Leben gerufen, die im Sinne von Heimat und Aktivität auch in Zukunft das schmucke Bahnwärterhäuschen mit Leben füllt. Bahnhof und Klein Reken als wichtiger Punkt in der historischen Eisenbahnlinie Oberhausen – Quakenbrück werden verstärkt einbezogen. Am 9. Juni fand unter Mitwirkung der ansässigen Kaufleute bereits ein Pöggsken Dag auf dem Augustin-Wibbelt-Platz statt. Dem künstlerischen Nachmittag für die Kleinen folgt am 15. Juli ein historisch-kultureller Gang durch 80 Millionen Jahre Erdgeschichte.

Die Klein Rekener Tunnel an der Bahnlinie sind aus dem Sandstein der Hohen Mark gebaut und tragen die Schienen als Verbindung der Menschen und Kulturen seit 1879 in die weite Welt. Sie sind Zeugen einer industriellen Entwicklung im Münsterland. In den steinernen Gewölben findet man aber auch die Spuren der Zeit, in der die Heimat vom Meer überspielt war: Muschelabdrücke, Ammoniten und Donnerkeile. Paul Sicking vom Sängerbund Klein Reken wird sie mit den „Oldtimern“ beim Spaziergang zum Klingen bringen – welch eine historische Würdigung der Steingewölbe. Ein Tunnelwächter wird ein wachsames Auge auf das Kunstwerk haben.

Start für alle Interessierten ist am Samstag, 15. Juli um 14 Uhr an der Gaststätte „Im Grünen Tal“. Zur Stärkung wird die Gruppe bei Kaffee und Kuchen im KoColores einkehren (bei Regen endet der Spaziergang dort), und zum Abschluss dürfen sich die Gäste auf einen Buchweizenschmaus und Cocktail am Posten 20 freuen. (pi/hh)

Die Bauarbeiten zum Bahnhofsumfeld in Hervest Dorsten laufen gut voran.

Die Attraktivitätssteigerung durch den Umbau der Freiflächen am Bahnhof Hervest –Dorsten sind letzten Oktober mit einem Spatenstich begonnen worden und schreiten gut voran.
Der „Holzplatz“ vor dem Hervester Bahnhof und das nördliche Platzumfeld werden innerhalb von einer Bauzeit von einem Jahr vollständig umgestaltet. Die Maßnahme ist Bestandteil der Regionaleprojektes „BahnLandLust“ und wird vom Land NRW mit 80 % bezuschusst. Dazu kommen für die Radinfrastruktur Fahrradabstellboxen und überdachte Fahrradständer. Diese Maßnahme wurde vom VRR bezuschusst. Insgesamt belaufen sich die Bau- und Planungskosten auf über 508.000,-.Der eigentliche Bahnhof erhält somit eine bessere und attraktive Anbindung.

Bürgermeister Stockhoff freut sich über diese Stärkung der Bahnstrecke Dorsten-Reken-Coesfeld. Auch Freu Feller von der Bezirksregierung lobt die Maßnahme im Zuge der Baustelleneröffnung an der auch Uta Schneider von der Regionaleagentur sowie die Kollegen aus der Beigeordnete aus Reken (Herr Uphoff) und dem Planungsbüro (Ing- Büro Drecker) teilnahmen.

Erlebnisreise »BahnLandLust-Radroute«

Die langen Wintermonate sind vorbei. Mit dem Frühling und der erwachenden Natur macht es endlich wieder richtig Spass, die wunderschöne Gegend in und um Reken mit dem Fahrrad zu erkunden. Ein guter Tipp für Pedalritter ist die am 1. Mai des Vorjahres mit einem Tag der Mobilität eröffnete BahnLandLust-Radroute. Die 79 Kilometer lange, gut beschilderte Strecke bezieht alle Bahnhöfe und Haltepunkte der Bahnstrecke Coesfeld-Reken-Dorsten ein. Sie orientiert sich aber nicht konsequent und einzig und allein am Verlauf der Eisenbahnschienen, sondern durchquert landschaftlich reizvolle Hotspots, bekannte Freizeiteinrichtungen und beliebte Ausflugsziele zwischen den einzelnen Kommunen.

Im Bereich der Gemeinde Reken geht es zumeist über ruhige Wirtschaftswege am Wildpark Frankenhof, an der Kornbrennerei Beckmann, dem Golfplatz Uhlenberg, am Iglo-Firmengelände und am Haus Uphave vorbei, außerdem an der Alten Kirche, der Turmwindmühle mit ihrem Heimatmuseum, am Walderlebnispark Melchenberg, an der Waldkapelle, an den Heubachwiesen sowie an der direkt an Maria Veen angrenzenden Wildpferdebahn des Herzogs von Croy im Merfelder Bruch. Im Oktober des Vorjahres fertiggestellt wurden auch mehrere Erlebnisstationen entlang der Radstrecke, an denen man aktiv mitmachen und den Raum erleben kann.

Zwei der fünf Haltepunkte laden auf Rekener Gemeindegebiet zum Absteigen vom Fahrrad ein. Im Naturschutzgebiet Heubachwiesen ist es zunächst die Station „Weitsicht“, ausgestattet mit einem kostenlos zu benutzenden Fernrohr in der Aussichtskanzel, mit einer Doppel-Wellenliege und mit einem von der Dorstener Künstlerin Brigitte Stüwe geschaffenen Kubus, auf dem ein QR-Code zum Aktivieren von Geschichten rund um’s Thema BahnLandLust angebracht ist. An der Schutzhütte Illerhusen installiert wurde die Station „Vogelstimmen“. Die Rufe zwölf verschiedener Vogelarten sind zu hören, und gleichzeitig wird das Wissen der Radler über Vogelstimmen getestet. Eine Doppelliege und ein bunter Würfel mit QR-Code können wie auch in den Heubachwiesen benutzt werden.

In Coesfeld-Lette an der Windmühle entstanden ist die Station „Wind und Geräusche“ unter dem Motto „vom Wind zum täglichen Brot“. Außerdem findet man hier die Installation „Stadtmusikanten“. Hohe Dreiecksfiguren aus Edelstahl haben ein farbiges Klangköpfchen und sind um eine Mittelachse drehbar. Durch die Bewegung wird ein angenehmer glockenartiger Ton erzeugt. Etwas südlich von Klein Reken, aber schon auf Dorstener Gebiet, treffen die Radler am Haaneweg auf einem Feld eines iglo-Vertragslandwirtes auf einen „Kräuter- und Gemüse-Irrgarten“. Besucher können zahlreiche Kräuter- und Gemüsearten bestimmen, zwischen den Fingern zerreiben und probieren.

Weiter geht es zum Dorstener Maria-Lindenhof am Kanal, wo eine Stele mit dem Titel „Fluss-Stadt-Land“ in einer wunderschönen Parkanlage aufgebaut ist und zum Durchblicken in drei unterschiedliche Richtungen einlädt. Finanziert worden sind die insgesamt 81.000 Euro teuren Erlebnisstationen übrigens zu 80 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen. Die restlichen 20 Prozent haben die drei beteiligten Kommunen beigesteuert. (hh)

Rekens Bürgermeister Manuel Deitert, die Dorstener Künstlerin Brigitte Stüwe, das Maria Veener „Radler-Ehepaar“ Brigitte und Günter Soggeberg, der 1. Beigeordnete Gottfried Uphoff sowie Azubi Lars Brömse und Angelika Müller (v.l.n.r.) von der Rekener Tourist-Info nehmen die Erlebnisstation „Weitsicht“ in Augenschein.

 NordWestBahn: Bis mindestens 2021 zwischen Coesfeld, Reken und Dorsten unterwegs

Die NordWestBahn hat sich bei der Neuausschreibung des Emscher-Münsterland-Netzes durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) mit ihrem Angebot durchgesetzt. Abzuwarten ist jetzt noch eine zehntägige Einspruchsfrist.
Auf den beiden Linien RE 14 (Borken – Dorsten – Essen) und RB 45 (Coesfeld – Reken – Dorsten) ist die NordWestBahn bereits seit Dezember 2006 unterwegs. Ende 2018 läuft der Verkehrsvertrag planmäßig aus. Durch den erneuten Zuschlag werden die blau-gelben Fahrzeuge des Unternehmens aber nun bis mindestens Dezember 2021 im Verkehrsnetz „Emscher-Münsterland“ unterwegs sein.
„Wir freuen uns, unsere Fahrgäste zwischen Essen, Dorsten, Reken, Coesfeld und Borken mindestens drei weitere Jahre an ihre Ziele bringen zu können“, so Dr. Rolf Erfurt, Vorsitzender der Geschäftsführung der NordWestBahn. Geschäftsführer Dirk Biesenbach ergänzt: „Mit zehn Jahren Erfahrung auf den beiden Linien sind wir überzeugt, unseren Fahrgästen auch bis 2021 einen zuverlässigen Zugverkehr anbieten zu können.“ Das Emscher-Münsterland-Netz umfasst 1,1 Millionen Zugkilometer im Jahr. In einer ersten Betriebsphase werden die Linien wie gewohnt weiterbedient. Ab Dezember 2019 wird der RE 14 zusätzlich bis Essen-Steele verlängert. Damit verbunden ist ein Ausbau des Fahrzeugpools der NordWestBahn.

Das Fahrplanangebot sieht deutliche Verbesserungen, insbesondere an den Wochenenden vor, wie zum Beispiel den täglichen Stundentakt auf der Linie RB 45. Viele Fahrten, insbesondere am Wochenende, bieten künftig eine umsteigefreie Verbindung von Coesfeld bis Essen, indem der Zug der RB 45 in Dorsten an den Zug der RE 14 aus Borken über ein sogenanntes Flügelkonzept angekuppelt wird.
Zum Einsatz kommen zunächst elf, ab Dezember 2019 15 gebrauchte zwei- und dreiteilige Dieseltriebwagen vom Typ Talent, die teilweise schon heute auf den Linien unterwegs sind. Ab Dezember 2021 sehen VRR und NWL den Einsatz von wasserstoffbetriebenen Zügen mit Brennstoffzelle im Emscher-Münsterland-Netz vor. Die Vergabeverfahren für den Kauf und die Instandhaltung der Züge sowie für den Betrieb ab Dezember 2021 nach dem NRW-RRX-Modell haben die beiden Aufgabenträger bereits gestartet. (pi/hh)

Bis mindestens Dezember 2021 rollen die Wagen der NordWestBahn über die Strecke Coesfeld – Reken – Dorsten.

»Posten 20« ist erwacht!

Der Bahnwärter staunt nicht schlecht und kann es gar nicht fassen: „Viele Menschen drängen sich rund um meinen Posten 20, Orchester, Chöre und viele Kinder sorgen für Unterhaltung und vorbeifahrende Lokführer grüßen mit lautem Tuten.“ Man fühlte sich in der Tat um viele Jahre in der Zeit zurückversetzt, als die Gemeinde Reken den mit ehrenamtlichem Engagement renovierten historischen Ort gegenüber dem künftigen Haltepunkt an der Schienenstrecke Coesfeld-Reken-Dorsten in Klein Reken zum Leben erweckte. Rund 200 Akteure aus vielen Schulen, Kindergärten und Vereinen, dazu Musiker, Tänzer, Künstler und Institutionen aus Reken, den angrenzenden Kommunen und aus den Niederlanden mischten rund um das bunte Spektakel „Der kleine Prinz trifft den Bahnwärter“ mit.

Weitere Informationen und Bilder zur Veranstaltung finden Sie unter www.reken.de

NordWestBahn führt erste umsteigefreie Verbindungen zwischen Coesfeld und Essen ein

Ab dem „kleinen Fahrplanwechsel“ am Sonntag, 12. Juni gilt der Fahrplan für die zweite Hälfte des Jahres 2016. Auf der Linie RB 45 „Der Coesfelder“ verkehren nun an Wochenenden einzelne direkte Züge zwischen Coesfeld und Essen.

Das Projekt „BahnLandLust“ der Regionale 2016 beinhaltet die Stärkung des Schienenverkehrs der RB 45 zwischen Coesfeld, Reken und Dorsten und eine verbesserte Anbindung der Region an das Ruhrgebiet. Ziel ist unter anderem eine direkte Verbindung von Coesfeld und Reken nach Essen ohne Umstieg. Kurzfristig ist diese Vorstellung noch nicht umzusetzen: Bis jeder Zug nach diesem Konzept verkehren kann, sind noch tiefgreifende Veränderungen in der Infrastruktur nötig.

Gemeinsam mit dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) führt die NordWestBahn jetzt an Wochenenden erste direkte Fahrten ein. Der Zug um 9:31 Uhr ab Essen fährt samstags und sonntags ab Dorsten weiter bis nach Coesfeld. Dabei wird dieser Zug an Samstagen in Dorsten „geflügelt“, das heißt: Der erste Zugteil fährt weiter nach Borken und der zweite Zugteil weiter nach Coesfeld. Von Coesfeld fährt an Samstagen der Zug um 19:15 Uhr von Dorsten nun umsteigefrei weiter bis nach Essen. Hier der gesamte Fahrplan.

„Wir freuen uns, bereits jetzt bei den Zügen eine umsteigefreie Verbindung anzubieten, bei denen es mit der aktuellen Infrastruktur möglich ist“, erklärt Hark Neumann, Regionalleiter Niederrhein/Ruhr/Münsterland bei der NordWestBahn. „Auch wenn es noch wenige Züge sind – die Fahrgäste können entspannt sitzen bleiben, ein Umstieg in Dorsten ist nicht mehr nötig.“

„Posten 20“ erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Der im Jahre 1981 außer Betrieb genommene Klein Rekener Wärterposten 20 wird wieder zum Leben erweckt. Dabei wird die Gemeinde von vielen Beteiligten unterstützt, die das Außengelände liebevoll herrichten und somit dafür sorgen, dass der „Posten 20“ als Zeitzeugnis erhalten bleiben kann. Das Schrankenwärterhäuschen, als historischer Ort der Bahngeschichte, soll Spaziergänger, Rad- und Wandertouristen zum Verweilen einladen.

Mit der Automatisierung der Schienenstrecke Coesfeld – Dorsten hatte die DB für diese Liegenschaft keine Verwendung mehr und die Fläche mit dem Häuschen der Gemeinde Reken zum Kauf angeboten. Die Gemeinde hat die Chance ergriffen und das historische Gelände (direkt gegenüber dem geplanten neuen Haltepunkt) erworben. Über eine weitere Nutzung des kleinen Gebäudes ist noch nicht abschließend entschieden. Nach Herrichtung des Außengeländes wird über den Umfang der Gebäudesanierung zu entscheiden sein. Unterstützer und Sponsoren haben bereits ihre Bereitschaft bekundet, sach- oder Finanzmittel hierfür zur Verfügung zu stellen.